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Der britische Sklavenhandel: Warum nicht entschuldigen?

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Mit zwei Kuhglocken in der Hand tänzelte König Charles III. auf den Straßen von Nassau. Der britische Monarch wurde zu seinem Besuch auf den Bahamas beim traditionellen Junkanoo-Festival gebührend empfangen - doch die fröhlichen Bilder wurden überlagert von einem Thema, das Großbritannien seit über zwei Jahrhunderten beschämt: Gibt es einen richtigen Umgang mit der eigenen Rolle im Sklavenhandel, der die Karibik bis heute prägt?

An diesem Dienstag wird der König beim Gipfeltreffen der Commonwealth-Staaten (Chogm) in St. John's in Antigua und Barbuda eine Rede halten, in der er mit „schonungsloser Ehrlichkeit“, „aufrichtiger Trauer“ und Respekt über das anhaltende Leid des transatlantischen Sklavenhandels sprechen werde, teilte der Palast mit. Formal entschuldigen wird sich Charles III. dem Vernehmen nach aber nicht - das kann er nach eigenem Verständnis auch gar nicht.

Es wäre „nicht angemessen“, wenn sich der König als Oberhaupt des Commonwealth zu spezifischen politischen Fragen äußern würde, die „die Haltung der britischen Regierung betreffen“, teilte der Palast mit. Und bislang hatte die Downing Street eine offizielle Entschuldigung vermieden - wohl insbesondere wegen der Sorge vor noch lauteren Forderungen nach Reparationen. Der noch relativ neue Premierminister Andy Burnham deutete aber jetzt einen Kurswechsel an.

Burnham „offen“ für eine Entschuldigung

Seine........

© Südkurier