Umzug und Übergabe: Zahnarztpraxis Ströbele in Bermatingen stellt sich komplett neu auf
Eine Familie, zwei Generationen, fünf Zahnärzte: Die Praxis Ströbele in Bermatingen hat sich in den vergangenen Wochen komplett neu aufgestellt. Das Ehepaar Milena und Werner Ströbele hat seine Praxis an seine Söhne Milan, Dragan und Mirko Ströbele übergeben, beide arbeiten aber weiterhin als angestellte Ärzte mit. Auch die Praxis selbst ist umgezogen und von Grund auf neu eingerichtet.
Nach ihrem Umzug befindet sich die Zahnarztpraxis in Bermatingen nun hinter dem Rathaus, am Rathausplatz 8. Werner Ströbele und Milena Ströbele haben mit dem Umzug ihre Praxis an ihre drei Söhne, Dragan (32), Milan (30) und Mirko Ströbele (28) übergeben. Milena und Werner Ströbele werden jedoch weiterhin im Angestelltenverhältnis praktizieren. Die Praxis nimmt noch neue Patienten auf. Mit dem Umzug und dem Einstieg der nächsten Generation wurde die Praxis in Dres. Ströbele – Zahnärzte umbenannt, Dres. ist die Abkürzung von lateinisch doctores.
Alle Räume sind komplett barrierefrei
Seit Montag, 23. Februar, behandeln die Ströbeles ihre Patienten nun am Rathausplatz 8. Dort belegen sie das gesamte Erdgeschoss, alle Räume sind durchgehend barrierefrei, auf den Fluren können sich sogar zwei Personen mit Gehhilfen im „Gegenverkehr“ passieren. Die neue Praxis sei deutlich großzügiger als die bisherige in der Markdorfer Straße 2, sagt Milena Ströbele. Auf 240 Quadratmetern stehen nun sechs Behandlungszimmer zur Verfügung. Dieser Umstand und der „familiäre Glücksfall“, dass man nun zu fünft praktiziere, ermögliche es ihnen, auch weiterhin neue Patienten aufzunehmen.
1974, also vor mehr als einem halben Jahrhundert, hatte Milena Ströbeles Vater die Praxis im Sparkassen-Gebäude in der Markdorfer Straße eröffnet. 1993 hatte sie mit ihrem Mann, den sie beim Zahnarztstudium kennengelernt hatte, die Praxis übernommen. Und nun, 33 Jahre später, folgt die Staffelübergabe an die dritte Generation. Dabei seien die drei Söhne lange schon ein eingespieltes Team, erzählt Milena Ströbele. Alle drei hatten in Wien studiert und dort gemeinsam in einer WG gewohnt. Da sei der Gedanke an den Einstieg in die elterliche Praxis schon sehr früh gereift.
Mehrere Praxen in der Region werden in den nächsten Jahren schließen
„Nachdem in den nächsten Jahren mehrere Praxen in der Umgebung schließen werden, weil die Inhaber in den Ruhestand gehen, sehen wir auf alle Fälle den Bedarf hier vor Ort“, sagt Milena Ströbele. Zumal man auch eine Hausarztpraxis sei: Werner Ströbele macht an einem Tag in der Woche Hausbesuche, auch Pflegeheime und Kindergärten werden betreut. „Aber das alles wird hier auch gebraucht“, sagt Milena Ströbele. 13 Zahnarzthelferinnen beschäftigen die Ströbeles, insgesamt hat die Praxis 17 Angestellte, größtenteils in Teilzeit. Von den fünf Zahnärzten seien immer drei anwesend. Sie und ihr Ehemann würden auch die nächsten Jahre noch praktizieren. „Bis wir in Rente gehen werden, haben wir noch acht Jahre“, lacht Milena Ströbele.
Zur Praxis gehört auch ein Dentallabor. Dort fertigen Mirko und Dragan Ströbele den Zahnersatz für die Patienten der Praxis selbst an, direkt vor Ort und ohne dafür auf externe Dienstleister angewiesen zu sein. „Das ist ein Riesenvorteil für uns und erleichtert natürlich auch die Abläufe“, sagt Milena Ströbele. Die Praxisräume sind hell und farbenfroh gehalten. Ein ganz besonderer Blickfang sind die Gemälde an den Decken und Wänden. Die hat Milena Ströbeles brasilianischer Schwager Jose Adalberto Dos Santos beigesteuert.
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