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Am 21. Juli entscheidet der Gemeinderat über die Windkraft: So stehen die Fraktionen zu dem Thema

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16.07.2026

Anfang Mai hatte die Stadtverwaltung die Mitglieder des Gemeinderates und der Ortschaftsräte zur Klausurtagung zum Thema Windkraft auf den Gehrenberg eingeladen. Zwei Experten vom Forum Energiedialog des Landes, das Kommunen auf ihrem Weg zur angestrebten Klimaneutralität unterstützt, sowie die beiden Förster Markus Weisshaupt (Bodenseekreis) und Jörn Burger (Stadt Markdorf) informierten die Vertreter der Verwaltung und die Räte. Für die Verwaltung zog Bürgermeister Georg Riedmann bereits ein positives Fazit der Klausur, die von Windkraft-Gegnern wiederum im Vorfeld als politisch nicht neutral kritisiert wurde.

Was haben nun die Stadträte von dem Info-Termin mitgenommen? Fühlten sie sich gut informiert? Hat ihnen die Klausur mit Blick auf die Grundsatzentscheidung, ob die Stadt generell ihre Flächen für Windkraft verpachten sollte, die sie am 21. Juli treffen müssen, genützt? Der SÜDKURIER hat Vertreter aller Fraktionen zum Gespräch auf den Gehrenberg eingeladen, dort, wo auch die nichtöffentliche Klausur stattgefunden hatte. Der Leimbacher FDP-Ortschaftsrat Martin Looser hatte sich direkt nach der Klausur aus eigenem Antrieb an den SÜDKURIER gewendet und darum gebeten, seine Sicht der Dinge darlegen zu können. Deswegen war er bei diesem Termin mit dabei.

Kerstin Mock, CDU: Pro Windkraft

Für die CDU, sagt Fraktionschefin Kerstin Mock, sei der Klausurtag „sehr informativ“ gewesen. Vor allem, dass die Förster dabei gewesen seien, sei wichtig gewesen. Sie gehe nicht davon aus, dass Markdorf als Feriendestination unter Windrädern am Gehrenberg leiden würde. „Meine Feriengäste interessiert das wenig, da sie überwiegend aus Regionen kommen, in denen Windräder bereits etabliert sind“, sagt sie. Mit zwei bis drei Windkraftanlagen könne die CDU „mitgehen“. Die Freiflächen-Photovoltaikanlagen (Freiflächen-PV) seien zudem sehr viel stärker sichtbar als Windräder. Für die CDU sei Windkraft am Gehrenberg „eine logische Ergänzung zur PV“. Ihr sei es wichtig, zu betonen, dass der Rat am 21. Juli „nicht über die Rentabilität der Windräder, sondern nur über die mögliche Verpachtung entscheidet“. Die Einnahmeseite für die Stadt und die Bürger müsse dafür „positiv“ sein, über eine Wirtschaftlichkeit entscheide letzten Endes der Investor.

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