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Gemeinderat lehnt das Angebot von Stuttgarter Firma ab

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25.03.2026

Görwihl benötigt für den Kernort Görwihl sowie die Ortsteile Engelschwand, Hartschwand, Rotzingen mit Burg und Strittmatt einen aktuellen Generalentwässerungsplan (GEP) einschließlich eines Kanalisationsplans (AKP) und einer Schmutzfrachtberechnung (SFB). Diese Unterlagen sind erforderlich für die Planungen zum Rückbau der Kläranlage Görwihl und den Anschluss an die Kläranlage Albbruck. Der Gemeinde Görwihl liegt ein Angebot von der Firma Weber-Ingenieure GmbH aus Stuttgart vor. Es geht darum, einen Generalentwässerungsplan zu erstellen. Der Preis beträgt 97.373,54 Euro. Davon entfallen 61.246,50 Euro auf den Kanalisationsplan und 20.580 Euro auf die Schmutzfrachtberechnung.

Regierungspräsidium lehnt Förderung ab

Bürgermeister Mike Biehler teilte mit, dass die Finanzierung des Masterplans vollständig durch das Land erfolgt und für das Trinkwassergutachten eine Förderung in Höhe von 50 Prozent gewährt wurde. Doch die Förderung beim GEP wurde vom Regierungspräsidium Freiburg abgelehnt. Der Generalentwässerungsplan sowie die Schmutzfrachtberechnung würden nicht primär der Strukturverbesserung dienen, insbesondere nicht dem Zweck des Anschlusses an die Kläranlage Albbruck, sondern würden Unterlagen darstellen, die grundsätzlich von jeder Gemeinde vorzuhalten seien. Die Kosten für die Erstellung der Pläne seien daher in voller Höhe von der Gemeinde Görwihl zu tragen. Die Refinanzierung müsste über die zukünftige Gebührenkalkulation erfolgen.

Andrea Schrieder (CDU) bemängelte, dass die Pläne ausschließlich die neu zu pumpenden Ortsteile enthalten, nicht jedoch die Ortsteile Niederwihl, Oberwihl und Rüßwihl. Zeitnah wird ein neuer Generalentwässerungsplan erforderlich sein. Norbert Lüttin (CDU) ging einen Schritt weiter und beanstandete, dass die knapp 100.000 Euro innerhalb von drei Jahren auf die Bürgerinnen und Bürger umgelegt werden müssen. Im Falle Engelschwand kam ein lokaler Ingenieur zum Zuge. Er bat darum zu prüfen, ob es nicht möglich sei, ein Angebot von einer zweiten Firma zu bekommen. Der Bürgermeister unterstrich die Komplexität der Pläne sowie die extrem hohe Auslastung der Büros in der Region. Weiter befände sich die Planung für den Anschluss an die Kläranlage Albbruck in Wartestellung, bis der Generalentwässerungsplan vorgelegt werden würde.

Der Gemeinderat stimmte geschlossen gegen die Vergabe der Ingenieurleistungen an die Firma Weber-Ingenieure GmbH, Stuttgart. Die Verwaltung beabsichtigt nun beim Wasserwirtschaftsamt anzufragen, welches Ingenieurbüro über die notwendige Kompetenz zur Erstellung eines solchen Plans verfügt. Anschließend wird das Ziel verfolgt, ein zweites Angebot einzuholen.

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