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Kampf um Inklusion: Maxi trotzt dem System und wird zur Pionierin an der Realschule Klettgau

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27.04.2026

Vier der Fragen kann Maxine mit je einem klaren Ja beantworten. Geht’s dir gut an der Schule? Fühlst du dich dort wohl? Helfen dir deine Mitschüler? Kommst du mit dem Unterricht gut klar? Nur bei einer Frage sagt sie nein: Weißt du schon, was du einmal werden willst? Maxine oder Maxi, wie sie hier alle nennen, ist 13 Jahre alt, kommt aus Küssaberg und ist körperlich und geistig behindert. Und doch besucht sie eine Regelschule, die Realschule Klettgau mit Sitz in Erzingen. Noch ist Maxi an diesem Morgen mit Schulassistentin Carina Radke am Frühstücken, weil sie zuvor Therapien hatte. Wenn sie fertig ist, geht sie rüber in den Unterricht – Englisch bei Rektorin Constanze Trumpf.

Maxi ist ein Mädchen mit mehrfacher Behinderung – und doch besucht sie kein Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ), wie die Sonder- und Förderschulen in Trägerschaft des Landkreises Waldshut seit 2015 heißen. Sie nimmt ihr Recht auf Teilhabe, auf Inklusion an einer Regelschule wahr. Damit ist sie in der Region eine der ersten und an der Erzinger Realschule die erste.

Langer und harter Kampf

„Das war auch ein langer und harter Kampf“, sagt ihre Mutter Michaela. Die Familie hat ihn aufgenommen – und........

© Südkurier