Zum Zehnjährigen schließt sich der Kreis: Auftakt der Höri-Musiktage in der barocken Stiftskirche
Eigentlich hätten lichtanimierte Fische von Markus Brenner im Klosterhof zu Händels Wassermusik schwimmen sollen. Dort war alles gerichtet. Doch der Wettergott wollte es anders. Oder besser: die Meteorologen, die für den Abend eine Gewitterzelle über Öhningen angekündigt hatten. Sie hatten dafür gesorgt, dass der Auftakt der Höri-Musiktage in letzter Minute in die barocke Stiftskirche des Augustiner Chorherrenstiftes verlegt werden musste. Denn, so die Vorsitzende der Musiktage, Hilde von Massow: Wasser von oben passe partout nicht zu den historischen Instrumenten des Baroque LAB Frankfurt.
Auch wenn der Ortswechsel der romantischen Stimmung zwischen den jahrhundertealten Klostermauern ein wenig vom Zauber raubte, so sorgten die jungen Musiker aus Frankfurt mit ihrer beschwingten Aufführungspraxis für den entsprechenden Ausgleich. Nahezu tänzerisch bewegt ließen sie ihrer Spielfreude freien Lauf.
„Echoes of Water“, so lautete das Motto des diesjährigen Eröffnungskonzertes. Hilde von Massow erinnerte an das erste Konzert 2017. Damals wütete ein Orkan und es herrschte Dauerregen. Man musste mit dem blutjungen Projekt ebenfalls in die Stiftskirche ausweichen. Auch wenn sich zehn Jahre später die aufgetürmten Wolken am Ende nicht über Öhningen entladen sollten, so schloss sich doch der Kreis. Damit aber schon genug der Parallelen.
Aus einer kühnen Idee sei seither ein sommerlicher Traum der klassischen Musik erwachsen, der weit über die Region hinaus strahle, zog die Vereinsvorsitzende Bilanz. Ohne die vielen........
