Michael Klinger wünscht sich für die Gesellschaft eine Kultur des Möglichmachens
Für Verwaltungen, besonders in kleineren Gemeinden, wird es immer schwieriger, freigewordene Stellen zu besetzen. Zuletzt war in Gottmadingen die Stelle der Stadtplanung längere Zeit vakant. Auch im Bauamt gibt es einen Wechsel. Sind die Stellen in der Verwaltung nicht mehr attraktiv?
MICHAEL KLINGER: Wir mussten in der Tat eine Durststrecke in der Verwaltung überwinden. Nachdem sich unsere Stadtplanerin vor einigen Monaten neu orientiert hat, sind wir jetzt aber froh, mit Lennart Kempter einen jungen, dynamischen Kollegen gefunden zu haben. Diese Stelle zu besetzen ist für Kommunen nicht einfach. Es ist eine sehr spezielle Fachrichtung mit einem engen Markt. Insgesamt ist die Personalsuche schwieriger geworden, da trägt die Aufgabenfülle, die die Bewerber erwartet, sicher dazu bei. Ich wende heute deutlich mehr Arbeitszeit dafür auf als noch vor zehn Jahren.
Spielt die Größe einer Gemeinde bei der Frage, ob eine Stelle attraktiv ist, auch eine Rolle? Gottmadingen hat ja nur 10.000 Einwohner.
MICHEAL KLINGER: Das hat Vor- und Nachteile. In einer Großstadt gibt es natürlich mehr Projekte. Das mag für reine Stadtplaner interessanter sein. Andere schätzen dagegen die Nähe zum Gemeinderat und die Tatsache, dass sie die Entwicklung ihrer Projekte enger begleiten und schneller handeln und Projekte umsetzen können. Letzteres ist bei uns der Fall.
Mittlerweile ist Ihnen auch die Wiederbesetzung der Hochbaustelle gelungen. Kehrt damit Entspannung im Rathaus ein?
MICHAEL KLINGER: Ja, auch da haben wir mit Heiko Bohnenstengel einen guten Nachfolger von Alexander Kopp gefunden. Herr Bohnenstengel wohnt in der Region und hat zuvor in Hüfingen Hochbau gemacht. Er kann also sofort einsteigen. Allerdings muss man den beiden Neuen auch noch Zeit geben anzukommen. Im Hochbauamt sind seit dem Abschied von Alexander Kopp viele Themen zurückgestellt worden, zum Beispiel........
