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Ein Bauwerk mit Signalwirkung: Wie die neue Klavbachbrücke Nachbarn verbindet

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19.05.2026

Wasser unten und jede Menge Wasser von oben: So hatte sich Christoph Meister das Brückenfest auf der neuen Klavbachbrücke nicht vorgestellt. Aber es wäre ja auch zu kühn gewesen, wenn man sich nicht einen Plan B zurechtgelegt hätte. So kam der Gemeindepräsident von Thayngen kurzerhand vom Barzheimer Zollstock zur Hilzinger Brücke heruntergefahren, um die Delegation um Bürgermeister Holger Mayer zum Grenzlandhof zu lotsen. Dort bot eine offene Halle mit einer Feuerschale Schutz und etwas Wärme für das grenzüberschreitende Fest.

Meister und seine Gemeinderäte wollten den Brückentag nutzen, um sich bei den deutschen Nachbarn zu bedanken. Denn die Vorgeschichte ist nicht ganz trivial. Hintergrund ist ein völkerrechtliches Abkommen aus dem Jahr 1958, das Schweizer Bauern die zollfreie Einfuhr von landwirtschaftlichen Produkten erlaubt, die in einem zehn Kilometer breiten Grenzstreifen im Ausland erzeugt wurden. In der Folge pachten oder kaufen Schweizer Bauern Äcker im süddeutschen Raum. Das ist deutschen Landwirten wegen der ungleichen Bedingungen ein Dorn im Auge. Viel war in der Vergangenheit von Landnahme die Rede. Doch all das sollte beim Brückenfest nur eine Randbemerkung bleiben.

Die neue Klavbachbrücke wurde geplant vom Ingenieurbüro Burkard........

© Südkurier