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Freundeskreis Näfels hört Vortrag zu Scheffel

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30.03.2026

Mit Traditionen kennt sich der Freundeskreis Näfels gut aus. Die engste Verbindung zwischen Bad Säckingen und Glarus Nord (wie Näfels heute heißt) bleibt der Glaubensbote Fridolin mit seinen Bezügen ins Glarnerland. Eigendynamik kommt im Freundeskreis seit Jahrzehnten auf, die fixen Termine bringen kulturelle und persönliche Begegnungen, nicht nur beim Festtag für den Heiligen Fridolin. Einige Mitglieder waren im vergangenen Jahr beim Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest, „auf Einladung und das war ein wirklich besonderer Anlass“, berichtete der Vorsitzende Knut Nesselhauf bei der Hauptversammlung des Freundeskreises.

Der Raum füllte sich rasch, die treuen Mitglieder schätzen die Zusammenkunft – weil dabei gern auch etwas Stadtgeschichte geboten wird. Die Vereinsregularien waren mit dem Rückblick schnell abgearbeitet. Ein Fahrdienst vom Bahnhof Stein hat sich bei Fridlini eingespielt, die Näfelser kommen mit dem Zug angereist. Ein weiterer Termin war die Teilnahme von Vertretern des Freundeskreises bei der Näfleser Fahrt, dem kantonalen Feiertag in Glarus.

Der sommerliche Ausflug ins Elsass an den Hartmannswillerkopf in den Südvogesen war für viele Mitglieder beeindruckend, Nesselhauf dankte Organisator Franz Schwendemann, der im vergangenen Jahr zum letzten Mal solch eine Tagestour organisierte. Das Älplerfest hat bei den Mitgliedern des Freundeskreises besonderen Eiondruck hinterlassen, die Eidgenossenschaft war in ihrer ganzen Pracht zu erleben, so Nesselhauf. Knapp zwei Drittel der 172 Mitglieder sind älter als 80 Jahre, berichtete Kassierer Jürgen Huber. Rasch ging die Versammlung in einen Fachvortrag über.

Adelheid Enderle hatte sich im Scheffeljahr eingehend mit der Stadtgeschichte befasst. Joseph Victor von Scheffel hat mit dem Versepos „Trompeter von Säkkingen“ einiges an Historie eingewoben, „ganz klar ist die Geschichte ja nicht“, so Enderle. Die Mitglieder des Freundeskreises waren sofort mucksmäuschenstill, galt es doch, sich wieder die richtige Einordung zu verinnerlichen. Historische Wahrheit, mündliche Legenden und dichterische Freiheit wurden fachlich von Enderle analysiert.

Die Zuhörerinnen und Zuhörer bekamen die großräumigen Bezüge zu Säckingen vor Augen geführt. Da war sie wieder, diese Schnittmenge an geschichtlicher Besonderheit in Vorderösterreich, einer Verflechtung von Säckingen am Hochrhein mit linksrheinischen Besitztümern und dem langen Weg nach Innsbruck und Wien. Näfels lag an den sicheren Verbindungswegen.

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