Humanitäre Helfer riskieren in Krisengebieten ihr Leben
Humanitäre Helfer arbeiten dort, wo die Not am größten ist - in Gebieten, in denen Erdbeben gewütet haben oder Kriege toben. Der Welttag der humanitären Hilfe am Mittwoch erinnert an die Menschen, die gegen Hunger, Armut und Ungleichheit im Einsatz sind. In immer mehr Ländern brauchen sie nicht nur Fachwissen und Idealismus, sondern auch Mut: In Krisen- und Konfliktgebieten werden Helfer oft selbst Opfer von Angriffen.
Keiner weiß, was morgen ist
Wenn Mona Mahadi von der Kinderrechtsorganisation Plan International im sudanesischen Bundesstaat Nord Kordofan unterwegs ist, hat sie doppelt Sorge: Wird sie ihr Ziel sicher erreichen, oder macht ein Drohnenangriff den Weg in ein Flüchtlingslager oder in eine Dorfgemeinschaft unmöglich? Und: Bleiben ihr Ehemann, ihre Eltern, ihre Schwestern von Angriffen verschont? Nord Kordofan ist derzeit eines der Zentren in dem seit bald dreieinhalb Jahren andauernden Bürgerkrieg im Sudan.
Auch für das Mitarbeiterteam hat die immer präsente Gefahr Auswirkungen. „Wenn wir uns am Ende des Tages verabschieden, wenn wir "Auf Wiedersehen" sagen, tun wir das so, als würden wir uns morgen nicht wiedersehen“, erzählt Mahadi. Die junge Sudanesin hat selbst mehrere Angehörige und eine Kollegin bei Drohnenangriffen verloren.
Zwischen Risiko und dem Wunsch zu helfen
Für internationale humanitäre Helfer ist das Land eine „non-family station“ - zu gefährlich, um dorthin mit den Angehörigen zu ziehen. Für die einheimischen Helfer ist eine Evakuierung im Notfall keine Lösung, sie haben hier ihre Familien. „Ende Mai, im ganzen Juni und........
