Letzte Runde für Chefdirigent Gabriel Venzago: Bodensee Philharmonie stellt ihr Programm 2026/27 vor
Erst mal präsentiert Intendant Hans-Georg Hofmann Zahlen - „erfreuliche Zahlen“, wie er sagt. Bei den Abos kratzt die Bodensee Philharmonie mit 2852 jetzt an der 3000er-Marke - ein Zuwachs von 22,3 Prozent im Vergleich zu 2022. Die Auslastung sei ebenfalls gestiegen, der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um rund 99.000 Euro. Die Erwartungen seitens der Politik an die Erlössteigerungen habe man sogar „übererfüllt“. Und mit 192 Konzerten im Jahr 2025 (2024: 127) sei man geradezu „rekordverdächtig“ unterwegs. Auch beim Reizthema Haustarifvertrag gehe es voran. Der Entwurf liege nun bei den Gewerkschaften. Noch in diesem Jahr könnte er unterzeichnet werden. Und dann ist da noch die Nominierung für den Zukunftsgut-Preis der Commerzbank-Stiftung, der am 24. Juni in Frankfurt verliehen wird. Beworben hatte sich die Philharmonie dafür mit ihren Zukunftsmusik-Projekten; auf der Short List steht sie nun in der Kategorie Ländlicher Bereich.
Es läuft also rund bei der Bodensee Philharmonie, sollte man meinen. Bei der Vorstellung des neuen Saisonprogramms durch den Ende August ausscheidenden Intendanten und den Chefdirigenten Gabriel Venzago, der nach 2026/27 Konstanz ebenfalls verlässt, sind aber auch die bitteren Untertöne deutlich vernehmbar. Über die fehlende Anerkennung all der Bemühungen durch die Politik und darüber, dass man sich quasi rechtfertigen müsse dafür, dass man Konzerte gebe, also schlicht seine Arbeit mache. Auch das Orchester sei müde von all den Diskussionen. Und doch: sobald es um die Inhalte gehe, die Musik, seien die Musiker und Musikerinnen hellwach bei der Sache.
Um das neue Saisonprogramm habe man gerungen. Doch sowohl Venzago als........
