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Spuren des Lebens: Experimentelle Kunst und beeindruckender Zusammenhalt in Stockach

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17.03.2026

Zur Vernissage der Ausstellung „Spuren des Lebens“ der Stockacher Künstlerin Christel Neumann füllt sich das historische Honold-Haus mit rund 30 Gästen. Schon beim Betreten des ersten Stocks wird deutlich: Die Räume des historischen Hauses harmonieren mit Neumanns Werken – beide erzählen Geschichten voller Leben. Xylophonklänge eröffnen die Veranstaltung und greifen das Thema musikalisch auf. Die zunächst leichten, später temperamentvolleren Töne begleiten die Gäste beim Ankommen und stimmen auf die Kunst ein.

Bürgermeisterin Susen Katter begrüßt die Anwesenden und bedankt sich bei der Künstlerin für die kurzfristig zustandegekommene Ausstellung. Dies war nicht selbstverständlich, man hatte viel zu tun: Erst kürzlich hat eine Gruppe Stockacher Künstlerinnen und Künstler die französische Partnerstadt La Roche besucht – ebenfalls mit Neumann, wie Katter sagte. Und auch an diesem Nachmittag zeigt sich der Zusammenhalt der regionalen Kunstszene: Mehrere Kunstschaffende, die bereits bei der Kulturnacht im Sommer ausgestellt hatten, sind zur Vernissage gekommen.

Vielfalt aus Materialien und Strukturen

Eine persönliche Perspektive bringt die Vorarlberger Dozentin Angelika Domenig ein. Seit rund 15 Jahren begleite sie Neumanns künstlerischen Weg, wie sie in ihrer Laudatio ausführte. Dieser habe vom sanften Aquarell zu immer experimentelleren Ausdrucksformen geführt. Rost, Sand, Asche, Steinmehle oder Fundstücke werden Teil der Bilder. „Christel kämpft nicht gegen die Spuren – sie arbeitet mit ihnen“, sagt Domenig. In Neumanns Werken entstehen Städte voller Farbe, Collagen aus Erinnerungen und Bewegung. Materialien werden zu Trägern von Geschichten, jede Schicht scheint Zeit zu speichern.

„Mich begeistert die Vielfalt der Materialien und Strukturen“, sagt Besucherin Susanne Baser. Beim Rundgang durch die Ausstellung wird schnell klar: Wer sich auf diese Bilder einlässt, folgt Spuren – und entdeckt dabei vielleicht auch eigene. Noch bis zum 1. April sind die Werke Neumanns im Honold-Haus zu sehen.

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78333 Stockach Icon Haken im Kreis gesetzt Icon Plus im Kreis

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© Südkurier