Eschen: Darum geht es dem Klimawandel-Profi schlecht
Knorrige trockene Äste statt großer runder Kronen: So sehen seit Jahren viele Eschen in Deutschland aus. Ein eingeschleppter Pilz geht der Baumart an den Kragen. Bitter: Für die Klimaerwärmung ist die Esche eigentlich ein idealer Baum. Forscher wollen die Baumart daher retten - und haben einen Plan.
Fußböden, Treppen, Küchen oder Hockey-Schläger - Eschenholz ist vielseitig nutzbar. Auch mehr als 900 Tier- und Pflanzenarten stehen im Zusammenhang mit der Baumart, erklärt Christopher Sander. Der Wissenschaftler forscht an der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt zum sogenannten Eschentriebsterben - der Krankheit, die der Baumart seit Jahren zu schaffen macht.
Besonders wohl fühlen sich Eschen in sehr trockenen und heißen Gebieten, wie Förster Hendrik Büning erklärt. In seinem Wald im südniedersächsischen Solling stehen einige Dutzend von ihnen entlang einer Allee an einem Waldweg. Wie lange sie dort noch stehen können, weiß Büning nicht. Fest steht nur, irgendwann muss er sie fällen oder sie brechen von selbst ab. Denn die Bäume sind vom Falschen Weißen Stängelbecherchen befallen, einem Pilz aus Ostasien. Er ist der Grund für das Eschentriebsterben, das erstmals um die Jahrtausendwende auch in Deutschland entdeckt wurde.
Die Pilzart ist tödlich für heimische Eschen. Forschungsleiterin Gitta Langer von der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt erklärt: Der Pilz befällt........
