„Wühlt einen auf“: Wenn die Flammen am Urlaubsort lodern
Eigentlich wollte Hartmut Borowski ganze sechs Wochen lang mit seiner Frau und beiden Enkelkindern auf seinem Stammcampingplatz in Westfrankreich ausspannen. Doch schon kurz nach seiner Ankunft am idyllischen See von Lacanau müssen der 69-Jährige und seine Familie hastig ihre Siebensachen packen und den Urlaubsort in aller Eile verlassen - wegen der verheerenden Waldbrände, die nur wenige Kilometer entfernt riesiges Unheil anrichten.
„Erstmal hieß es, ist alles sicher“, erinnert sich der Rentner an den Beginn des Urlaubs. „Und dann drehte der Wind, dann kam Rauch zu uns rüber, und dann wurden wir sicherheitshalber evakuiert.“ Ihren Wohnwagen samt Campingausrüstung muss die Familie aus Ratingen zurücklassen. Nur mit einem voll bepackten Anhänger geht es Richtung Norden bis nach Hourtin, auf einen anderen Campingplatz.
„Wenn man sich umschaute, packten wirklich alle“
Borowski ist einer von rund 4.000 Urlaubern, die diese Woche in Lacanau spontan ihren Campingplatz verlassen mussten. Sie waren die letzten von mehr als 220.000 Menschen, die wegen der Waldbrände in der Nähe von Bordeaux ihre Bleibe räumten. Mittlerweile durften Zehntausende wieder nach Hause oder an ihren Ferienort zurückkehren. Und auch Borowski hofft, schon in wenigen Tagen wieder an jenem Wohlfühlort zu sitzen, wo er traditionell........
