O sole mio: Wie trotzen südeuropäische Städte der Hitze?
Die Hitze flimmert über dem Asphalt, die Straßen sind menschenleer, die Luft steht. Bei über 40 Grad im August in Athen verstecken sich die Bewohner mit Klimaanlage hinter geschlossenen Rollläden. Hitzewellen sind in den Metropolen Südeuropas keine Seltenheit - nun aber klettert das Thermometer auch viel weiter nördlich auf solche Temperaturen. Was können wir für die Zukunft von den südlichen Großstädten lernen?
O sole mio in Italien: Römer erfrischen sich an Nasoni
In ROM bewegen sich die Temperaturen seit Wochen um die 35 Grad. Bis zum Strand in Ostia fährt man eine Stunde. Das Ticket für die Vorortbahn ist billig: 1,50 Euro. Allerdings ist man nach 13 Stationen im Trenino völlig verschwitzt. In der Stadt selbst gibt es verhältnismäßig wenig Freibäder. Im Tiber badet vernünftigerweise niemand. Im weltberühmten Trevi- und anderen Brunnen ist es verboten. Am Kolosseum, einer anderen Anlaufstelle für Touristen, gibt es zumindest Abkühlung durch Sprühnebel.
Kaltes Wasser bekommt man im Stadtgebiet aus den mehr als 2.000 Nasoni, den gusseisernen Trinkwasserbrunnen mit den gebogenen Hähnen. Angesichts der derzeitigen Hitze stecken viele auch den Kopf darunter. Die Nasoni gibt es schon seit anderthalb Jahrhunderten. Neuer sind die großen Apparate auf vielen Plätzen, aus denen man stilles und sprudelndes Wasser ziehen kann. Mit einer App lassen sich ihre Standorte ermitteln.
Auch wenn es Besuchern besonders heiß vorkommt: An Sommerhitze sind die Römer seit Jahrtausenden gewöhnt. Viele flüchten im August deshalb in die Berge oder ans Meer. Wer bleibt, geht so wenig wie möglich zu Fuß. Und wenn doch,........
