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Inflation in der Pflege: So wenig sind die Leistungen noch wert – trotz Erhöhungen

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12.03.2026

In Deutschland haben knapp 5,7 Millionen Menschen Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung. Das geht aus der aktuellen Pflegestatistik hervor. Je nach Pflegegrad von 1 bis 5 variieren der Umfang sowie die Höhe der Pflegeleistungen. Wird politisch eine Erhöhung beschlossen – wie beispielsweise im Zuge der Pflegereform 2023 –, profitieren davon allerdings alle Pflegebedürftigen gleichermaßen und erhalten im Anschluss mehr Geld.

Eine Kleine Anfrage der Linksfraktion Ende des Jahres 2025 stellt diesen Kausalschluss allerdings infrage. Wie die Partei in einer Pressemitteilung erklärt, gehe aus der Antwort der Bundesregierung hervor, dass der Wert des Pflegegeldes „dramatisch gesunken“ sei. Evelyn Schötz, pflegepolitische Sprecherin der Linken, erklärt: „Das Pflegegeld hat seit Einführung der Pflegegrade im Jahr 2017 – trotz Erhöhung der Pflegesätze in 2024 und 2025 – kaufkraftbereinigt rund 15 Prozent an Wert verloren.“

Wie sieht es aber mit den übrigen Pflegeleistungen aus? Genau diese Frage hat die Linksfraktion der Bundesregierung im Januar 2026 in einer weiteren Kleinen Anfrage gestellt. Die Antwort der Bundesregierung zeigt, dass auch Pflegesachleistung, Entlastungsbetrag und Co. kaufkraftbereinigt nun weniger wert sind als noch 2017.

Erhöhungen in der Pflege: So stark sind die Leistungen im Vergleich zur Inflation gestiegen

In der Pflege hat sich in den vergangenen Jahren einiges geändert. So wurde laut dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) im Jahr 2017 mit dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz (PSG II) ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff eingeführt. Gleichzeitig wurden die drei Pflegestufen........

© Südkurier