Bahn vs. Dunja Hayali: Der Streit um die ZDF-Doku geht weiter
Dunja Hayali benötigt eine Minute und 45 Sekunden, um zu Beginn ihrer ZDF-Doku das Elend der Deutschen Bahn aufzuzeigen. Danach wird der Titel eingeblendet: „Am Puls mit Dunja Hayali. Unsere Bahn. Geliebt, Verflucht – Gefährlich?“. Es folgt ein Kaleidoskop der Versäumnisse und des Versagens. Verspätungen, marode und veraltete Infrastruktur, Dauerbaustellen, fragliche politische und wirtschaftliche Entscheidungen, das Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen mit fünf Toten. Kaum etwas bleibt ausgespart und der Bahn erspart. „Wir erleben momentan den Kollaps eines Systems“, sagt ein von Hayali befragter Bahn-Kunde.
Neu ist an all dem nichts. Auch die TV-Doku, die am 21. Juli um 20.15 Uhr im linearen Programm zu sehen war und zuvor schon online, reiht sich ein in ähnliche TV-Dokus. Vielleicht mit dem Unterschied, dass die Moderatorin an einigen Stellen viel Verständnis zeigt, besonders für das geplagte Bahn-Personal, das von Reisenden mit sämtlichen Problemen konfrontiert wird. An anderen Stellen verbirgt sie ein Befremden ob der festzustellenden Verhältnisse oder mancher Aussagen ihrer Gesprächspartner nicht. Als ihr Bahnchefin Evelyn Palla sagt, in dem Unternehmen stecke ein „riesengroßes Potenzial“, antwortet Hayali: „Das klingt wie die Pressesprecherin.“
Dunja........
