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Ein Plädoyer für das Dorf: Gegen Zwist und Dauerkritik

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Unterkirnach liegt Silke Muller am Herzen. Das war deutlich zu spüren, als sie am Dienstagabend zu Beginn der Gemeinderatssitzung um das Wort bat. Seit 2011 arbeite sie zwar für die Gemeindeverwaltung, ihre Worte wollte sie aber ganz ausdrücklich als die einer Bürgerin verstanden wissen.

In der vergangenen Zeit seien immer wieder Emotionen hochgekocht. Auch werde aktuell sehr viel über den Bürgermeister geschimpft. Den wolle sie nicht in Schutz nehmen, betonte sie. Er habe aber viel für die Gemeinde bewirkt. So gebe es den Landmarkt, den sie in der Woche lieber mehrmals als einmal aufsuche. Auch für ihre 90-jährige Mutter sei der Laden sehr wichtig. Außerdem habe Unterkirnach einen Arzt, es gebe eine Apotheke, die Tankstelle.

Entscheidungen des Gemeinderates akzeptieren

„Natürlich sind viele Dinge geschehen“, fährt sie fort ohne diese zu benennen. Man müsse aber sehen, ein Bürgermeister müsse auch ganz viele Entscheidungen treffen, die nicht allen Menschen passen. „Schwierig“ finde sie zum Beispiel die Diskussionen um das Hallenbad. Man habe versucht, es zu erhalten. Das Geld könne man jetzt vielleicht sehr gut an anderer Stelle gebrauchen. Als weiteres Beispiel nennt Silke Muller die Diskussionen um die zu sanierende Treppe. Deren Sanierung „sei hundertmal diskutiert“ worden. Jede Diskussion bedeuteten Kosten. Silke Muller nahm das zum Anlass, dafür zu werben, auch eine Entscheidung des Gemeinderates zu akzeptieren, die man nicht gut finde. „Wir leben in einer Demokratie. „Der Gemeinderat wurde von uns Bürgern gewählt“, betont sie.

Unterkirnach ist schön

„Ich appelliere jetzt an alle, die hier im Raum sitzen. Wir haben einen wunderbaren Ort“, sagt Silke Muller und verweist zum Beispiel auf die Spielscheune, die Vereine, die Schule, Kindergärten. Sie könne nicht verstehen, dass zum Beispiel der Bürgermeister jetzt wegen der Finanzen die Schulsanierung in Frage stelle. „Das sind unsere Kinder. Das ist unsere Zukunft“, forderte sie die Anwesenden heraus.

Unterkirnach habe sehr viel, mit dem der Ort wirksam werben könne. Es liege aber an jedem Bürger, das nach außen zu tragen und den Ort auch dadurch zu unterstützen, dass man zum Beispiel in Unterkirnach einkaufe, hier zum Essen oder zum Arzt gehe. „Mit jeder Kleinigkeit unterstützen wir unseren Ort. Unser Ort ist schön. Dafür müssen wir einfach kämpfen“, schloss die engagierte Bürgerin ihr Statement unter dem Beifall der Anwesenden.

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