„Die Rente in Deutschland ist mickrig“, sagt der Experte und findet das System trotzdem gut
Ist die Rente sicher oder befinden wir uns wie das Schiff Titanic schon auf Kollisionskurs? Dies fragt Luise Mitsch, die Vorsitzende des Altenhilfevereins. Sie hat Andreas Schwarz, den Ersten Direktor der Rentenversicherungsanstalt von Baden-Württemberg, zum Vortrag nach Konstanz geladen.
Schwarz sagt, nicht die Rente, sondern die Kranken- und Pflegeversicherung seien das Problem. Die gesetzliche Rente sei aber nicht großzügig. Es sei perfide, zu vermitteln, dass ältere Menschen auf Kosten der Jungen lebten. Hier ein paar Renten-Fakten:
Der kleine Mann: Die Rente sei das Vermögen des kleinen Mannes, stellt Schwarz fest. Für die 50 Prozent der ärmeren Menschen in Deutschland sei es das „Tafelsilber“. Dieses gelte es zu erhalten.
Fast jeder vierte Euro fließt ins Rentensystem
Die Kosten: Fast jeder vierte Euro, den der Bund einnimmt, fließt ins Rentensystem, um die nicht von den Beiträgen gedeckten Leistungen wie die Mütterrente zu bezahlen. Das waren im Jahr 2024 rund 120 Milliarden Euro. Klingt gigantisch.
Doch Schwarz legt dar: Der Anteil der Bundeszuschüsse sei gesunken. Im Jahr 2005 betrug er noch fast 30 Prozent. Deutschland befinde sich bei den Zahlungen im Durchschnitt der Ausgaben der EU-Staaten. Seine Schlussfolgerung: „Die Rentenversicherung ist kein Fass ohne........
