Umstrittene Idee: Werden im Weitenried künftig Rohrkolben statt Grünfutter angebaut?
Als bedeutende CO₂-Speicher spielen Moore eine zentrale Rolle im Klimaschutz. Kürzlich stellte Volker Kromrey von der Bodensee-Stiftung dem Gemeinderat von Orsingen-Nenzingen das Konzept zur Wiedervernässung in der Region vor. Das Weitenried ist nämlich der größte zusammenhängende Moorkörper im Regierungsbezirk Freiburg. Teile davon befinden sich auf Gemarkung Orsingen. Die Gemeinde ist dort Eigentümerin eines größeren Grundstücks, das von verschiedenen örtlichen Landwirten bewirtschaftet wird. Regionalplanerisch wurde das Grundstück für eine eventuelle Photovoltaiknutzung vorgesehen.
Wie aus der Sitzungsvorlage hervorgeht, schreitet im Weitenried infolge der Trockenlegung der Bodenschwund voran, sodass auch deshalb Handlungsbedarf besteht. Ziel der Bodensee-Stiftung, die als Umsetzungsagentur des Landes agiert, sei daher, mit allen Interessensgruppen vor Ort zu sprechen, deren Bedürfnisse zu berücksichtigen, um Lösungen für die Zukunft des Weitenrieds zu gestalten.
Moore haben große Bedeutung für Klimaschutz
Volker Kromrey erklärte, der Moorschutz sei einer der entscheidenden Hebel im Klimaschutz. „Moor ist der Landschaftstyp, der weltweit am seltensten vorkommt, aber mehr Kohlenstoff speichert als alle Wälder der Welt zusammen.“ Als Perspektive für das Weitenried sehe die Bodensee-Stiftung die Verknüpfung von Landwirtschaft, Naherholung und Klimaschutz. Durch angepasste Bewirtschaftungsmethoden könne eine Wiedervernässung gelingen, ohne die Existenz landwirtschaftlicher Betriebe zu gefährden.
Eine hydrogeologische Studie habe die Unbedenklichkeit für die........
