Neuer Standort für „Christoph 45“ steht fest – der Hubschrauber soll künftig auch anders heißen
Der Rettungshubschrauber „Christoph 45“ wird künftig in Ravensburg stationiert sein, genauer gesagt im Teilort Bavendorf. Das teilt das Innenministerium mit. Bislang ist der Hubschrauber in Friedrichshafen stationiert. Im Oktober 2025 feierte die DRF-Luftrettung hier den 45. Standortgeburtstag. In der Zeppelinstadt wehrte man sich in der Vergangenheit gegen die geplante Verlegung – allerdings ohne Erfolg. Ein Umzug ins Deggenhausertal war nach knapp drei Jahren Planung gescheitert. Das Land prüfte seither alternative Standorte.
Innenministerium beruft sich auf Struktur- und Bedarfsanalyse
„Der neue Standort in Ravensburg-Bavendorf ist eine gute Entscheidung. Der Landkreis und die Stadt Ravensburg haben sich in den Prozess der Standortsuche mit großem Engagement eingebracht“, wird Innenstaatssekretär Thomas Blenke in dem Pressetext aus Stuttgart zitiert. Der Rettungshubschrauber „stärke die Sicherheitsarchitektur in der Region weiter“. Vom künftigen Luftrettungsstandort profitieren dem Ministerium zufolge insbesondere die Notfallpatienten, die bisher tagsüber nicht innerhalb von 20 Minuten durch einen Rettungshubschrauber erreicht werden können.
Mit der Stationierung in Ravensburg werde eine der Empfehlungen der Struktur- und Bedarfsanalyse der Luftrettung in Baden-Württemberg aus dem Jahr 2020 umgesetzt. Die Analyse habe das Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement des Klinikums der Universität München im Auftrag des Landes Baden-Württemberg erstellt.
Auch als „Christoph Oberschwaben“ nur im Tagbetrieb im Einsatz
Auch vom neuen Standort aus soll der Rettungshubschrauber im Tagbetrieb eingesetzt werden. „Christoph Oberschwaben“ – so der künftige Funkrufname – soll also weiterhin nur von Sonnenaufgang bis 20 Uhr fliegen dürfen. Für seinen künftigen Standort braucht es aber zunächst einen Betreiber. „Nach der nun erfolgten Vertragsunterzeichnung für das vorgesehene Grundstück können die Ausschreibungsunterlagen vom Land fertiggestellt werden“, teilt das Innenministerium mit. Der Betrieb des Luftrettungsstandortes könne im Laufe des ersten Halbjahres 2026 ausgeschrieben werden.
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