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Erlebnisfahrt durch die Obstplantagen: So viel Arbeit steckt in Äpfeln, Pfirsichen und Zwetschgen

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23.09.2026

Viel andächtiger und bewusster werden die Teilnehmer, die mit dem Erntezügle durch die Obstplantagen in Ahausen gefahren sind, künftig in einen Apfel, einen Pfirsich oder eine Zwetschge beißen: Landwirt Hubert Sträßle gab Einblicke in den Betrieb, den er zwischenzeitlich seinem Sohn Christian übertragen hat. Ihn hat er wohl mit derselben Leidenschaft angesteckt, die auch ihn selbst auszeichnet. Das kam bei der Erlebnisfahrt deutlich zum Ausdruck. Es war ihm eine Herzensangelegenheit, den Gästen zu zeigen, was man alles tun muss, damit der Verbraucher gerne in die Obstschale greift.   

Landwirte müssen flexibel sein

Und das ist viel. Die Landwirte müssen sich am Schreibtisch und in den Plantagen allerlei An- und Herausforderungen stellen, viel beobachten und flexibel agieren. Vor allem wegen des Wetters, das jedes Jahr anders ist. Ohne Hagelnetze hätten viele Äpfel dieses Jahr Sonnenbrand bekommen, da die Netze auch davor schützen. Freut sich der Laie an vielen Früchten, weiß es der Landwirt besser: Er muss bei einem zu dichten Behang aussortieren, die kleinen Früchte und die mit Schadstellen wegnehmen. Alles von Hand. 

Auch der Klimawandel fordert seinen Tribut: Etwa sechs Liter Wasser benötigt ein Baum pro Tag. Da ist eine Menge für bis zu 40.000 Bäume, die in verschiedenen Regionen in Ahausen stehen. „In naher Zukunft wird man eine Bewässerung brauchen“, sagt Tochter Stefanie Sträßle. Die Ernte ist das eine, die Vor- und Nachpflege das andere. Im Winter geht der Landwirt mit dem sogenannten........

© Südkurier