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Alle Syrer abschieben, Euro-Austritt und Ende des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – was könnte die AfD umsetzen?

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24.08.2026

Im Doppelpack haben die beiden AfD-Vorsitzenden den Wählern am Sonntagabend ihre Vision für Deutschland unterbreitet. In den Sommerinterviews von ARD und ZDF zeichnen sie das Bild eines anderen Landes, das sie formen wollen. Deutschland soll die Eurozone verlassen, alle Syrer außer Landes geschafft und die Grenzen wieder geschlossen werden. Auf der Landesebene verspricht die AfD die Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, wie es auch der Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, tut.

Die Vision kommt nicht ohne die Schmähung der politischen Konkurrenz aus. Alice Weidel beleidigte in dem Gespräch mit dem ZDF die Spitzen der schwarz-roten Koalition als Flachzangen. Würde die Partei ihre Vorschläge in die Wirklichkeit umsetzen, markierte das eine Zäsur, einen Bruch in der Geschichte der Bundesrepublik. Der Berliner Verfassungsrechtler Christoph Möllers erklärt den Erfolg der AfD damit, dass sie wieder den Glauben an die Politik weckt, den die Wähler bei den anderen Parteien verloren haben. Doch lassen sich derart große Beschlüsse tatsächlich in die Tat umsetzen?

Der Dexit – Deutschland gibt den Euro auf

„Deutschland ging es deutlich besser vor der Euro-Einführung“, sagte Weidel im ZDF und kündigte an, dass die AfD die Gemeinschaftswährung kündigen werde, sollte sie im Bund eine Regierung anführen. Rechtlich und technisch käme das einer Operation am offenen Herzen gleich. Die Verträge zur Eurozone sehen explizit keinen Austritt vor. Juristisch ist nur der Austritt aus der gesamten........

© Südkurier