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„Am Dienstag kommt immer meine Spieleoma“: Leihgroßeltern betreuen Kinder

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20.04.2026

Um ein Kind zu erziehen, braucht es bekanntlich ein ganzes Dorf. Doch wenn Eltern berufstätig sind und Großeltern nicht in der Nähe wohnen, wird es schwierig, den Kleinen genug Zeit zu schenken. Leihgroßeltern übernehmen diese Aufgabe gern. „Die Omis sind wirklich Engelchen für uns und ein Geschenk für die Familien“, sagt Anna Sezen.

Sie ist mit Svetlana Aul und Olesa Ungefuk ehrenamtlich im Vorstand des Vereins Familientreff-Insel tätig. Dieser hat vor 23 Jahren in Friedrichshafen das Herzensprojekt „Kinderbetreuung durch Senioren“ ins Leben gerufen. Seitdem helfen sie dabei, Leihgroßeltern an Familien zu vermitteln. Momentan sind etwa zwölf bis 15 Seniorinnen aktiv dabei, Leihopas gibt es zurzeit nicht. Laut Svetlana Aul seien alle sehr fit und motiviert. „Die sind unsere Vorbilder. So möchte ich in Zukunft sein“, sagt sie.

Wie finde ich eine Leihoma?

Familien müssen Vereinsmitglieder sein, das kostet 30 Euro im Jahr. Zunächst wird ein Kennenlerngespräch geführt, um die Wünsche innerhalb der Betreuung herauszufinden und die Personen besser einschätzen zu können. Familientreff-Insel schaffe es meist, innerhalb eines Monats die passende Oma zu finden. Trotzdem gebe es etwa fünfmal mehr Anfragen als Leihomas, weshalb händeringend neue Omas und........

© Südkurier