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Zehn Jahre Macron-Partei: Was bleibt von dem politischen Experiment?

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09.04.2026

Es war eine Initiative, die gerade deshalb überraschte, weil sie mit den gängigen Regeln brach. In den Augen der meisten politischen Beobachter in Frankreich schien der Vorstoß deshalb mehr kurios denn erfolgversprechend zu sein. Vor zehn Jahren, im April 2016, gründete der damalige Wirtschaftsminister Emmanuel Macron in seiner Heimatstadt Amiens eine neue politische Bewegung. Sie sollte anders sein als die bisherigen Parteien, versprach der 38-Jährige: liberal und pro-europäisch, weder links noch rechts, sondern in der Mitte, um das bisherige Lagerdenken zu überwinden. Ihr Name „En marche!“, auf Deutsch etwa „Vorwärts!“ oder „Los geht’s!“, spielte auf die Initialen des Gründers an.

Macron hatte Großes vor. Doch außer ihm selbst, einem kleinen Kreis Vertrauter und seiner enthusiastischen Jugend-Organisation „Die Jungen mit Macron“ glaubten wenige daran, dass dieser Newcomer, der erst seit wenigen Jahren in der französischen Politik tätig war, ohne eine etablierte Partei im Rücken Erfolg haben könnte.

Er versprach mutige Reformen

Seine Anhänger gingen von Tür zu Tür, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Mit dem Versprechen, durch mutige Arbeitsmarktreformen das Geschäftsklima zu bessern, zog er die Wirtschaftseliten auf........

© Südkurier