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Andacht statt Andrang: Wie Notre-Dame mit dem Besucheransturm ringt

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02.07.2026

Die Warteschlange vor dem Haupttor der Pariser Kathedrale Notre-Dame reißt nicht ab, obwohl sie ständig in Bewegung ist. Unaufhörlich reihen sich während der Öffnungszeiten immer neue Menschen ein – Tag für Tag. Seit der Wiedereröffnung Ende 2024, fünfeinhalb Jahre nach dem Brand der Kirche und nach umfassenden Wiederaufbauarbeiten, ist Notre-Dame längst wieder das meistbesuchte Monument der französischen Hauptstadt. Mehr als elf Millionen Menschen betraten es 2025 – im Schnitt 30.000 pro Tag. Die Diözese schätzt die Zahl der Kleingruppen von bis zu fünf Personen, die sie im Rahmen einer geführten Tour besichtigen, auf 500 täglich, also 70 pro Stunde. Diese will sie nun mithilfe einer neuen, kurzfristig angekündigten Maßnahme drastisch reduzieren auf nur noch 30 pro Tag.

Seit Mittwoch dürfen Reiseleiter kleine Besuchergruppen nicht mehr frei in die Kathedrale führen, sondern müssen vorab Zeitfenster reservieren. Angekündigt wurde dies am 10. Juni, das neue System ist seit einer Woche freigeschaltet. Sämtliche Slots waren in kürzester Zeit belegt, sagt Théo Abramowicz, Präsident des französischen Berufsverbands für Fremdenführer, Dolmetscher und Stadtführer FNGIC. „Eine Verringerung von 500 geführten Gruppen auf nur noch 30 pro Tag entspricht........

© Südkurier