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Die Methode Pistorius: Warum ist dieser Minister eigentlich so beliebt?

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18.06.2026

Nein, der olivfarbene Helm passt Boris Pistorius nicht. Und darum setzt er ihn auch nicht auf – da können die Kameraleute noch so murren. Eine derartige Großchance auf originelle Fernsehbilder hätten viele Politikerinnen und Politiker kaum liegen gelassen. Pistorius vergibt den kommunikativen Elfmeter sogar absichtlich. An medialer Effekthascherei kann es jedenfalls nicht liegen, dass er seit mehr als drei Jahren ununterbrochen an der Spitze der Beliebtheitsumfragen steht. Doch woher kommt es dann, dass sich so viele Deutsche den kantigen 66-jährigen Sozialdemokraten als Nachfolger des ungeliebten Konservativen Friedrich Merz im Kanzleramt wünschen?   

Unter dem Dach eines Hangars aus massivem Stahlbeton lässt der Bundesverteidigungsminister einen Mann in Flecktarn das High-Tech-Fernglas vom Helm abmontieren, das feindliche Kampfdrohnen sogar nachts erkennen kann. Er betrachtet das optische Wunderwerk genau, wiegt es in den Händen, dann stellt er einige knappe Fragen, der Soldat antwortet ebenso kurz. Pistorius nickt zufrieden, bedankt sich bei seinem Gegenüber. Soldaten sagen später, dass sie sich und ihre Arbeit von Pistorius ehrlich wertgeschätzt fühlen. Das sei nicht bei allen seiner Vorgängerinnen und Vorgänger der Fall gewesen. 

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