Wie ist die Stromversorgung geschützt und wer greift sie an?
Innerhalb kürzester Zeit gibt es zwei Angriffe auf die Stromversorgung in Deutschland mit spürbaren Auswirkungen. In Brandenburg bringen Unbekannte mittels selbstgebauter Flugkörper, die Silvesterraketen ähneln, leitfähiges Material in Höchstspannungsleitungen am Umspannwerk Turnow-Preilack, um Kurzschlüsse herbeizuführen. In Bergheim bei Köln wird durch einen vorsätzlich herbeigeführten Kurzschluss eine Störung am Umspannwerk verursacht, wodurch fünf Braunkohle-Kraftwerksblöcke vom Netz gehen.
In beiden Fällen bleibt die Sabotage jedoch ohne Auswirkungen auf die allgemeine Stromversorgung - anders als in Berlin Anfang des Jahres, wo ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke einen großflächigen Stromausfall auslöste, von dem Zehntausende Menschen betroffen waren. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Sicherheit von Anlagen mit großer Relevanz:
Wie gut ist die Stromversorgung in Deutschland geschützt?
Der Energiesektor zählt zur kritischen Infrastruktur, also zu den Einrichtungen, die wichtig sind für das Funktionieren eines Gemeinwesens. „Grundsätzlich sind Kritische Infrastrukturen in Deutschland sehr gut geschützt“, heißt es vom Bundesinnenministerium. Allerdings ist sowohl aus den Sicherheitsbehörden als auch von den Betreibern solcher Anlagen häufig zu hören, es sei nicht möglich, jeden Strommast und jedes Bahngleis deutschlandweit abzuriegeln beziehungsweise zu bewachen.
Der Schutz besteht vor allem aus technischen Vorkehrungen, Notfall- und........
