Jesiden und Christen: Wer aus Syrien bekommt noch Asyl?
Menschen aus Syrien haben seit dem Machtwechsel in Damaskus kaum noch Chancen auf Asyl oder Flüchtlingsschutz in Deutschland. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Frage der Abgeordneten Clara Bünger (Linke) hervorgeht, gilt dies in etwas geringerem Maße auch für Angehörige religiöser und ethnischer Minderheiten. Anfang des Jahres ist der Anteil derjenigen, die einen Schutzstatus erhielten, wieder leicht angestiegen.
Angehörige verschiedener syrischer Minderheiten klagen teils über Diskriminierung beziehungsweise Verfolgung durch die neuen Machthaber und mit ihnen verbündete bewaffnete Gruppen. Das war auch Hintergrund der Protestaktionen von Syrerinnen und Syrern rund um den Besuch von Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa bei Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Ende März. Merz und sein Gast waren sich einig, dass ein Großteil der Flüchtlinge in Deutschland perspektivisch zurückkehren sollte.
Schutzquote ist aufgrund der neuen Lage dramatisch gesunken
Laut Innenministerium wurde im vergangenen Jahr 5,3 Prozent der syrischen Staatsangehörigen, über deren Anträge das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) entschied, ein Schutzstatus zugesprochen. Das heißt, sie wurden als Flüchtlinge oder Asylberechtigte anerkannt beziehungsweise erhielten einen eingeschränkten Schutzstatus oder es wurde für sie ein........
