Kalte Nahwärmenetze? Was sich wie ein Widerspruch anhört, kann sinnvoll sein
Kalt und dennoch warm? Wie soll sich aus diesem Widerspruch eine Heizung ergeben? Die Lösung ist: Von einem „kalten Nahwärmenetz“ spricht man nur deshalb, weil es mit einer viel niedrigeren Temperatur arbeitet als ein herkömmliches Wärmenetz. Dort ist das Wasser in der Regel mehr als 70 Grad heiß, bei der kühleren Variante reichen 5 bis 20 Grad aus. Von Wärme zu sprechen erscheint da fast übertrieben. Dennoch kann man auch so Häuser beheizen - ohne dass die Rohre dafür eine Isolation benötigen, was Kosten spart. Als Wärmequellen dienen oberflächennahe Bohrungen, die oft nicht tiefer als 20 Meter in den Boden reichen. Das Wasser wird in einer Hauptleitung gesammelt, zu den Häusern transportiert und dort durch Wärmepumpen auf eine Vorlauftemperatur von rund 35 Grad gebracht.
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