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Endlich investieren statt spekulieren

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07.02.2026

Die vergangene Woche hat perfekt gezeigt, wie sich Anleger am besten aus der Fassung bringen lassen. Man nehme also ein paar längerfristige Gewissheiten, oder das, was viele Privatanleger zuletzt dafür hielten, etwa: „Der MSCI World ist das einzig Richtige fürs Depot.“ Oder: „Gold ist die ultimative Krisenwährung und schützt vor Einbrüchen am Aktienmarkt.“ Oder: „Die Künstliche Intelligenz löst die nächste industrielle Revolution aus, deswegen sind Technologieaktien Renditetreiber.“ Oder: „Zehn Prozent Rendite jährlich sind mit ETFs locker drin.“ Man warte eine Weile ab, bis solche Glaubenssätze genügend Anleger angelockt haben, die so die Kurse kräftig getrieben haben. Und dann sieht man sich an, was passiert, sobald die Märkte nicht so reagieren wie zuvor gedacht.

Zuletzt fielen in vielen Bereichen die Kurse. Beim Gold passierte das ziemlich abrupt, Auslöser war der neue Notenbankchef, den die USA bekommen werden. Und die kreditgetriebenen Wetten auf den Goldpreis rund um die Welt. Die Technologieaktien rauschten diese Woche auch ab, als klar wurde: Die KI produziert nicht nur Gewinner, sondern bringt auch Softwareanbieter um ihr Geschäft. Der MSCI World knickte daraufhin auch etwas ein. Dann fiel auch noch der Bitcoin enorm. Er markiert nun einen neuen Tiefstand.

Zuvor hielten manche den Bitcoin für das neue Gold. Inzwischen ist Gold eher der neue Bitcoin. Beide legen absurde Kurssprünge hin und brechen dann wieder ein. Momentan befinden sich beide Anlagen im Abwärtsstrudel. Was also sollen ganz normale Privatanleger mit all diesen Entwicklungen nun anfangen?

Vor allem eines: Sie sollten endlich wieder anfangen mit dem Investieren, statt weiter zu spekulieren. Beides haben nämlich zuletzt viele miteinander verwechselt:........

© stern