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Die Nähe zur Nato widerspricht der Neutralität

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04.05.2026

Ein Mann hisst die Flagge der Nato.

Ich war als Katastrophenhelfer des Bundes während zehn Jahren 15 Mal in Einsätzen in Kriegs- und Katastrophengebieten. Da es im Nahen Osten oft brennt, war ich auch oft dort, unter anderem im Iran, Irak, an der syrischen Grenze, in Israel und Palästina. 2006 habe ich mitgeholfen, Schweizer Bürger aus dem Südlibanon zu evakuieren, als Israel schon damals zum wiederholten Male einmarschierte. Ich weiss, wie sich Krieg anfühlt. Ich habe mitangesehen, wie Länder in Kriege hineingezogen worden sind, in die sie gar nicht hineingezogen werden wollten.

Leider sehe ich in der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Debatte um die Ausrichtung der Armee im Sicherheitskonzept der Schweiz zwei wichtige Faktoren, die zu wenig Anerkennung finden: Die Diplomatie und die Neutralität.

Im Sicherheitspolitischen Konzept 2026 und der «Internationalen Kooperation der Schweizer Armee» vom 13. April heisst es, dass sich die Zusammenarbeit mit der NATO von einer seit 1996 rein friedensfördernden «Partnerschaft für den Frieden» zu einer neuen vertieften, institutionalisierten Kooperation in der «Verteidigungsfähigkeit» der Schweiz im Verbund........

© Solothurner Zeitung