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Europa braucht jetzt Muskeln

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19.06.2026

Europas Niedergang ist kein Naturgesetz. Aber Europa braucht jetzt Muskeln, um seine Interessen im globalen Wettbewerb zu wahren und für seine Sicherheit zu sorgen. 

Freiheit, Talent und Partnerschaftsfähigkeit sind die Eckpfeiler des „Modells Europa“. Respekt für den anderen und für das Recht. Verlässlichkeit, Vorhersehbarkeit und Vertrauen – unabdingbar für Beziehungen auf Augenhöhe. Weltweit hat die EU für ihre 27 Mitglieder 40 umfassende Abkommen mit 70 Partnern ausverhandelt zu Marktzutritt, Zollabbau, Investitionsschutz, Standards. 

Eine sachkompetente EU-Führung ist gerade in geopolitischen Turbulenzen ein klarer Vorteil. Eine Frau an der EU-Spitze – unvorstellbar in den USA, Russland, China. Unter geopolitischem Druck wird auch die EU-Führung straffer, zügiger, zielstrebiger. Art. 122 des EU-Vertrags wird im Krisenmanagement immer häufiger angewendet, um Mitgliedstaaten „im Geiste der Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten“ insbesondere bei Energieengpässen rasch Unterstützung zu gewähren. Manche Muskeln nimmt man erst wahr, wenn man sie braucht.

Mitten in der epochalen Machtablöse zwischen dem alten und dem neuen Hegemon, den USA und China, gewinnt Europa ein neues Selbstbewusstsein. Ohne Getöse, ganz ohne Gorilla-Gehabe. Europa ist schließlich der Kontinent des........

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