Wer braucht den ORF?
profil beackert derzeit entsprechend seiner Bestimmung als Investigativmagazin die Umtriebe im ORF – den dringenden Verdacht sexueller Belästigung, eklatante Unvereinbarkeiten von Funktionsträgern, eine Unkultur der Benachteiligung von Frauen. Nicht eben ein Postkartenidyll des Küniglbergs, das dieses Magazin und andere Medien vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk zeichnen, aber das Aufzeigen unerfreulicher Realitäten ist unser Job.
Angesichts dieses Unsittenbilds wird auch die Daseinsberechtigung des ORF angezweifelt. Braucht die Republik ein staatliches Medienhaus, das die eigenen Nachrichtensendungen mit Inhouse-Skandalen beliefert – und das auf Kosten aller Haushalte? Und selbst wenn es gelingt, die üblen Praktiken abzustellen, bleibt die Frage, ob der Staat überhaupt TV- und Radiosender und Internetportale betreiben soll.
Rundfunkstörungen: Ist der ORF noch zu retten?
Von Gernot Bauer und Daniela Breščaković
Politik will sich abputzen statt im ORF auszuputzen
Senderstörung: Wie Ingrid Thurnher den ORF retten will
Können das private Medienhäuser nicht genauso gut? Als stellvertretender Chefredakteur eines in Privatbesitz befindlichen........
