Net schlecht! So wird die Welt gleich viel rosaroter
Dass nichts bleibt, wie es ist, dass alles einer ständigen Veränderung unterworfen ist, wusste bekanntlich schon der olle Heraklit vor drölfzig Jahren, als er befand: „Alles fließt!“ Nun ist Veränderung per se ja noch nichts Schlechtes. Allerdings ist in der Formulierung, die Herr Heraklit leider etwas leichtfertig gewählt hat, ein kleiner Systemfehler eingebaut: Denn wenn etwas fließt, bewegt es sich ja zwangsläufig abwärts. Leider Naturgesetz. Dieses wäre, wie jeder vermaledeite Biologismus, nur dann zu ändern, wenn eine unserer progressiven Parteien in ihrem Programm festlegen würde, dass dieses Bergabfließen aus ideologischen Gründen nicht akzeptabel ist, und sich fortan mit Verve daran abarbeiten würde, die Realität zu ideologiekonformem Verhalten zu erziehen. Mit diesem Erfolgsrezept wird ja schon seit geraumer Zeit ein strahlender Wahlsieg nach dem anderen eingefahren, also warum damit aufhören. Aber ich schweife ab.
Worauf ich eigentlich hinauswollte: In einem Erdzeitalter wie dem unsrigen – Fachleute weisen ja vermehrt darauf hin, dass wir das Anthropozän verlassen haben und uns nunmehr im Volltrottelozän befinden – müssen wir wohl auch die Linie, die gute von schlechten Nachrichten trennt, neu kalibrieren. Es ist ein Gebot der........
