Die olympischen Widersprüche
1. Einerseits gibt das Internationale Olympische Komitee (IOC) in der Präambel seiner Prinzipienerklärung und in den Regeln 1 und 2 – also ganz vorn – politische Ziele wie Frieden, Internationalität und Völkerverständigung, Menschenwürde und Menschenrechte sowie Antidiskriminierung vor. Andererseits gibt es das Gerede vom unpolitischen Sport. Was objektiv ein GAU ist: der größte anzunehmende Unsinn.
2. Einerseits ist der Olympischen Charta zufolge klar, dass sich Olympiateilnahmen von Ländern, die Angriffskriege führen und andere Völkerrechtsverletzungen begehen, wegen offenkundiger Statutenwidrigkeit nicht ausgehen. Andererseits bemüht sich das IOC gerade, Russland künftig wieder teilnehmen zu lassen. Weil man bei konsequenter Verfolgung aller kriegerischen oder die Menschenrechte verletzenden Teilnehmerländer mit dem Ausschließen nicht mehr nachkommen würde.
3. Einerseits beruft sich das IOC darauf, dass statutarisch alle Nationalen Olympischen Komitees – diese NOKs nominieren die........
