Warum Österreich die Kurve kratzen wird
Die Lage ist ernst. Das lässt sich nicht schönreden. Die Staatsschulden wachsen, die Staatsquote hat ein Niveau erreicht, das man nur aus Kriegszeiten kennt, die Regulierungsmaschinen laufen auf Hochtouren, während Österreichs Wirtschaft im großen Stil Aufträge verliert – und von einer Regierung, die daran ernsthaft etwas ändern wollte, ist weit und breit nichts zu sehen. Die politische Klasse diskutiert lieber über höhere Steuern und noch höhere Sozialausgaben.
Dennoch gibt es Grund zu vorsichtigem Optimismus. Wer durch das Land reist, spürt die Bereitschaft für Veränderung. Lange glaubten die Österreicher, der Staat werde es schon richten. Mittlerweile sehen viele, dass er das nicht kann. Immer mehr Menschen erkennen, dass ihr Platz am reichlich gedeckten Tisch des Wohlstands gehörig wackelt. Sie spüren die ersten Schmerzen überkommener Strukturen – wenn nicht am eigenen Leib, dann in ihrer Umgebung. Immer mehr verstehen: Der erreichte Wohlstand muss verteidigt werden – mit Leistung und der Bereitschaft, sich von Gewohntem zu verabschieden. Das ist neu. Und das ist mehr wert, als es auf den........
