Entscheidungsfreiheit für muslimische Mädchen! Aber nur beim Kopftuch.
Der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft, Ümit Vural, ist ein Verfechter der Selbstbestimmung von Mädchen. „Wenn Mädchen weiterhin das Kopftuch tragen wollen, dann kann ich nur sagen: Das ist ihre Entscheidung!“, bekannte er am 2. August in der „ZIB 2“, befragt zur Gesetzeslage, die neuerdings verbietet, dass Kinder unter 14 in der Schule Hijab oder Niqab tragen.
Das war drollig, weil Mädchen gerade in Familien, in denen Kopftuch getragen wird, wenig eigene Entscheidungen treffen dürfen. Sie dürfen fremdbestimmt oft nicht schwimmen lernen, kriegen nach der Pflichtschule keine Berufsausbildung, werden von ihren Vätern und Brüdern kontrolliert sowie reglementiert, dürfen keinen Kontakt zu Burschen haben und werden zur Hausarbeit vergattert, während ihre Brüder auf der faulen Haut liegen.
Ist der Herr Präsident schon einmal mutig und öffentlich dafür eingetreten, dass sich muslimische Mädchen am Nachmittag fürs Fußballspielen entscheiden dürfen? Für ein Studium? Gegen eine frühe Heirat? Ich erinnere mich nicht. Stattdessen: größter Respekt fürs Ignorieren des Kopftuchverbots.
Das Kopftuch wird für Mädchen unter 14 nicht grundlos........
