Bürger dieses Landes: Kopf aus dem Kasten!
Wenn Sie Kinder haben, kennen Sie dieses Versteckspiel: Ein Kind steckt den Kopf in den Kasten. Weil es selbst nichts sieht, glaubt es, auch niemand anderer könne etwas sehen. Der Hintern ragt ungeschützt heraus. Jeder, der vorbeigeht, könnte kräftig hineintreten. Erwachsene lachen. Aber genauso verhalten wir Österreicher uns nur zu oft, wenn es um die Bewältigung von Krisen geht. Irgendwie hat sich die Meinung durchgesetzt, sie würden prinzipiell ohne uns stattfinden.
Putins Krieg in Europa? Damit haben wir nichts zu tun als neutrales Land. Cyberattacken? Was habe ich damit zu tun, dafür gibt es die IT. Versorgungssicherheit? Darum soll sich gefälligst die Regierung kümmern, wozu wird sie schließlich bezahlt! Wirtschaft und KI? Irgendwer wird’s schon richten, aber sicher nicht wir. Steht nicht in den Kollektivverträgen! Arik Brauer hat diese Haltung schon vor Jahrzehnten besungen: „Ober meiner, unter meiner siach i nix.“ Sein Lied „Köpferl im Sand“ ist bis heute eine treffende Gemütsbeschreibung der Mehrheitsbevölkerung.
Während wir uns also am liebsten für wenig zuständig fühlen, schieben wir die Verantwortung für unser........
