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«Wo bisch du deheime?» Unsere Kolumnistin sinniert über Heimatgefühle

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13.08.2026

«Wo bisch du deheime?» Unsere Kolumnistin sinniert über Heimatgefühle

Gerade in den Ferien kommt manchmal das Heimweh zum Vorschein. Aber wo sind wir eigentlich zuhause?

Lernt man neue Menschen kennen, bezieht sich oftmals eine der ersten Fragen auf Wohnort oder Arbeit. «Wo bisch du deheime?» – wahlweise auch «dihei» oder «vo wo chunnsch?». Die Frage nach Wohnort und Beschäftigung hilft, das Gegenüber irgendwo einzuordnen: meist in einer Schublade. Aber was ist das «Deheime» überhaupt?

Bin ich da zuhause, wo ich geboren wurde, wo meine Eltern wohnen, wo ich aufgewachsen bin? Da, wo ich am längsten gewohnt habe? Da, wo ich auf der Gemeinde gemeldet bin, oder da, wo ich mich am liebsten aufhalte? Wie bezeichnet man das Elternhaus, in dem man aufgewachsen und regelmässig zu Besuch ist? Und was, wenn die Eltern nicht mehr da wohnen, wo man selbst die Kindheit verbracht hat? Wie lange dauert es, bis man in einer neuen Stadt nicht mehr zugezogen, sondern heimisch ist?

Löst dieses Bild bei Ihnen Heimatgefühle aus? Dann sind Sie wahrscheinlich in Olten «deheime».

Mein Deheime ist da, wo ich abends heimgehe, da, wo meine liebsten Bilder und Bücher sind, da,........

© Oltner Tagblatt