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«S'git nüt, wo’s nid git

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26.02.2026

«S'git nüt, wo’s nid git»

Unsere Kolumnistin pendelt mit dem Zug zwischen Berlin und Olten hin und her – und mit der Sprache zwischen den beiden Dialekten. Eine Liebeserklärung.

Das Eis auf dem Berliner Bahnhofsdach schmilzt und tropft auf den Perron. Eigentlich tropft es nicht nur, es schüttet regelrecht. Der Perron steht unter Wasser, so wie das eben für einen Bahnsteig möglich ist. Pardon, exgüsi ähh, entschuldige, der Perron. Während die anderen Passagiere entweder vor sich hinfluchen oder die Augen verdrehen, weil es ja wirklich nichts Neues ist, dass die Bahn (mal wieder) nicht fährt, lach ich mir n’Ast und bin überhaupt nicht überrascht. S'git nüt, wo’s nid git.

In Olten verkehren die Züge deutlich zügiger als in Berlin.

So was würde in der Schweiz imfall nicht passieren, nicht am Oltner-Eisenbahnknotenpunkt, denke ich, hier zeigen wir den anderen, wo der Bartli den Most holt. Unterdessen rennen andere zu einer gerade einfahrenden Bahn, es hat nicht Platz für alle Leute. Hopp de Bäse; de Schnäller isch de Gschwinder (– de Schnäuer, ich weiss, ich weiss, aber das würde mir de Nuggi usehaue, Schnäller ohni L schreiben zu müssen). Die Bahn fährt los. Dit is mir schnurz........

© Oltner Tagblatt