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Bei Vergewaltigung reicht temporäre Empörung nicht aus

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01.10.2026

Stell dir vor, es findet eine organisierte Gruppenvergewaltigung statt, und niemand geht hin. Fällt schwer? Was genau? Diesen Satz zu lesen? Das Thema an sich? Oder etwa doch die Vorstellung, dass tatsächlich niemand hingehen würde? Schließlich gab es den Prozess um die Vergewaltigungsserie an Gisèle Pelicot und die Veröffentlichung der Epstein-Akten. Zu werden regelmäßig Netzwerke und Chatgruppen bekannt, in denen sich Männer gegenseitig zu Vergewaltigungen austauschen, beraten und auch verabreden. Insofern scheint dieser Einstiegsgedanke schwerer zu glauben als es viele zugeben wollen.

Seit Montag debattiert die Weltöffentlichkeit über einen neuen mutmaßlichen Vergewaltigungsfall: An der New Yorker Elite-Universität Cornell soll im Oktober 2024 eine 20-jährige Studentin von Mitgliedern der Studentenverbindung Chi Phi unter Drogen gesetzt und stundenlang von mehreren Männern vergewaltigt worden sein. Hierbei besonders ekelerregend sind mutmaßliche Nachrichten eines Gruppenchats der Studentenverbindung in dem........

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