Ein Badeschaum namens Arbeitskampf
Es gibt Trends, die klingen gut, jedenfalls auf den ersten Blick. Dazu gehört alles in der Kategorie »Gesund Leben«. Sport machen, gesund essen, nicht rauchen, keinen Alkohol – alles Dinge, die jede Hausärztin empfiehlt.
Einer dieser Trends ist »Clean Eating«. Das ist keine Diät, sondern eher die Empfehlung für ein besseres, nämlich »sauberes« Leben, die sich quer durch Frauenzeitschriften, Wellness-Ratgeber und Lifestyle-Instagram zieht: nur frische Nahrungsmittel essen und diese selbst kochen, keine Fertiglebensmittel kaufen, keinen Industriezucker konsumieren. Vom Norddeutschen Rundfunk bis zur »Apotheken-Umschau« wird erklärt, was das ist. Und Mediziner*innen klatschen Beifall.
Aber – (jetzt fragt man sich, wo kann denn bei gesunder Ernährung ein Aber sein?) dieser Trend steht nicht allein da, sondern fügt sich ein in eine unendliche Kette von Lifestyle-Moden und Wellness-Angeboten, die alle damit zu tun haben, sein Innerstes möglichst sauber zu halten. Nur sauberes Essen, nur stressfreie Aktivitäten, nur beigefarbene Einrichtung,........
