Vorwürfe gegen Berlins IT-Chefin: Allzu freihändige Vergabe
Daten statt Akten: Die Digitalisierung der Verwaltung ist eigentlich ein wichtiges Projekt des schwarz-roten Senats in Berlin. Das zuständige landeseigene IT-Dienstleistungszentrum gerät nun jedoch in schweres Fahrwasser. Vorständin Maria Borelli steht wegen einer fragwürdigen Vergabepraxis für externe Berater in der Kritik. Im Gutachten einer Anwaltskanzlei ist sogar die Rede von »Korruptionsverdacht«. Das berichtet der »Tagesspiegel«.
Die promovierte Physikerin gilt als Expertin für Digitalisierungsprojekte. Vor dem Vorstandsposten in Berlin, den sie vor zwei Jahren übernommen hat, baute sie das Rechenzentrum der Deutschen Rentenversicherung auf. Der verwaltungstechnische Teil ihrer Aufgaben bereitete ihr aber offenbar Probleme. In mehreren Fällen soll Borelli millionenschwere Aufträge am Verwaltungsrat und an der Senatskanzlei vorbei eigenständig und ohne Ausschreibung vergeben haben. Damit könnte sie gegen die Satzung des........
