Alan Saunders: Einer von vielen geistlichen Tätern
Von Geistlichen und Kirchenmitarbeitern begangene Sexualverbrechen an Kindern, Jugendlichen und Frauen sind seit einem Vierteljahrhundert international ein Thema. Seitdem fordern Menschen, die einst ihren Peinigern schutzlos ausgeliefert waren, Aufklärung, Wiedergutmachung und Bestrafung noch lebender Täter. Lange haben die Kirchen, allen voran die römisch-katholische, ihre »Brüder im Nebel« gedeckt und vor Konsequenzen geschützt. Die Kirchen als Institutionen wehren erfolgreich Schadenersatzforderungen ab.
Doch mittlerweile ist etwas in Bewegung gekommen. Manche Täter wurden sogar mit Hilfe des Vatikans vor ordentliche Gerichte gestellt. So wie Christopher Alan Saunders, der diese Woche in Australien wegen an zwei indigenen jungen Männern verübter Übergriffe zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden ist. Dieses Strafmaß verhängte jetzt ein Gericht im Bundesstaat Western Australia, wie ein Gerichtsvertreter am Mittwoch mitteilte. Der Ex-Bischof kann nach Angaben des Sprechers frühestens 2031 auf Bewährung freikommen. Bereits im August war der 76-Jährige wegen eines Falles der........
