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Der Anfang vom Ende der Islamischen Republik?

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01.03.2026

Bedeutet der neue Krieg Israels und der USA gegen den Iran das Ende der Islamischen Republik? Viele wünschen sich das, auch im Iran, wo die Massaker an den Demonstrierenden im Januar die Monarchisten unter den Gegnern des iranischen Regimes gestärkt haben. Die Protestwelle, die in den vergangenen Tagen erneut Studierende auf die Straßen gebracht hat, wurde und wird im Blut erstickt. Jetzt soll es ein Krieg richten, die Führungsspitze getötet und dann den Iranern überlassen werden, was sie aus der neu gewonnen Freiheit machen wollen. »Flutet die Straßen und beendet den Job«, appellierte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu an die Menschen in Teheran, Täbris, Maschhad, Schiras, Kermanschah und anderswo.

Klingt ganz nach einem Demokratiemärchen: Die »bösartigen Leute« (O-Ton Trump) an der Spitze des iranischen Staats werden aus dem Weg geräumt: der Oberste Führer Ajatollah Ali Khamenei, Verteidigungsminister Aziz Nasirzadeh, der Kommandeur der Revolutionsgarden Mohammad Pakpur, der Chef des Nationalen Verteidigungsrats Ali Schamkhani, der Generalstabschef Abdolrahim Mussawi. Danach winkt eine goldene Zukunft an der Seite von Washington und seinem nahöstlichen Juniorpartner Israel. Die gesamte Region verwandelt sich in das Gelobte Land, wie es sich neokonservative Kreise in den USA schon vor Jahrzehnten ausgemalt haben: Von Kairo bis Kabul bricht die Pax Americana aus, und ganz nebenbei verliert Israel als Kollateralschaden sein vermeintliches Alleinstellungsmerkmal, die »einzige Demokratie im Nahen Osten« zu sein.

Aber der Reihe nach: Am Donnerstag haben Unterhändler der USA und des Irans noch verhandelt, zwar indirekt über den Außenminister Omans, aber sie haben geredet, um den Streit rund um das iranische Nuklearprogramm aus dem Weg zu räumen. Am Freitag berichtete Omans Außenminister Badr Bin Hamad Al-Busaidi sogar von einem Durchbruch: Der Iran wolle darauf verzichten, angereichertes atomwaffenfähiges Material zu lagern. »Wenn das eigentliche Ziel ist sicherzustellen, dass der Iran niemals eine Atombombe haben kann, dann glaube ich, dass wir das Problem geknackt haben«, sagte Al-Busaidi mit einer gewissen Genugtuung. Selbst zu Zugeständnissen beim Raketenprogramm glaubte Al-Busaidi die Iraner bereit. Jetzt haben wir Krieg.

Offensichtlich hatte die US-Regierung nie ernsthaft Interesse an einer Übereinkunft. Während sich der omanische Außenminister dezidiert optimistisch gab und eine Einigung in Greifweite sah, übte sich der US-Präsident in Skepsis: »Ich bin nicht glücklich darüber, wie sie sich verhalten«, sagte Trump in Washington über die Iraner. Er hätte aus dem Mund der Iraner nicht die »goldenen Worte« gehört: Wir verzichten auf ewig auf Atomwaffen.

Kurios, denn genau dies erklären Angehörige der iranischen Funktionselite seit geraumer Zeit, allen voran der Außenminister und der Präsident. Auch der getötete Oberste Führer Ali Khamenei hatte mehrfach den Bau von Atomwaffen ausgeschlossen. Sicher, glauben musste man ihnen das nicht, aber vielleicht die Anstrengung unternehmen. Vor acht Monaten noch hatte US-Präsident Donald Trump triumphierend erklärt, die iranischen Atomanlagen seien während des........

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