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Bundesregierung der bürgerlichen Kälte

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29.06.2026

Bei den meisten im Fernsehen gezeigten Auftritten von Friedrich Merz sieht man ihn mit Jackett und Krawatte. Das Land schwitzt, er schaut kühl, gut gelaunt, leicht gebräunt. Die Macht tut ihm gut. Er kann seine Abschätzigkeit, seine Böshaftigkeit, sein Treten nach unten ausleben.

Die Spitzen der Koalition treffen sich am Sonntag zu einem Arbeitstreffen im Bundeskanzleramt, das Thermometer zeigt 41 Grad an. Es sei hitzig verlaufen, sagen die Journalisten. Doch sie tragen alle Sackos. Ihnen ist kalt, und sie verkörpern Kälte. Ihr Auftritt steht symbolisch dafür, wie abgedreht, wie weltfremd ihre Politik ist. Denn dass sie nicht schwitzen, hat wohl damit zu tun, dass sie sich immer in klimatisierten Fahrzeugen bewegen und gekühlten Räumen bewegen. Sie erfahren die Wirklichkeit der meisten Menschen nicht. Denn eigentlich müssten sie vor das Volk treten und bedauern, dass es derart zur Überhitzung kommt, dass Schwimmbäder geschlossen sind, Straßenbahnen liegen bleiben, es zu gesundheitlichen und wirtschaftlichen Schäden kommt – und dass Deutschland darauf nicht vorbereitet ist trotz des seit Jahrzehnten vorhandenen Wissens.

Es ist verbrecherisch, dass es infolge von politischen Unterlassungen und falschen Entscheidungen der Politik und der Unternehmen weit mehr als tausend Hitzetote in der EU gibt, wie die Weltgesundheitsorganisation sagt. Allein in Frankreich sind es schon über tausend. Der in Artikel 56 des Grundgesetzes geregelte Amtseid besagt, dass die Minister dem Wohle des deutschen Volkes dienen, seinen Nutzen mehren und Schaden von ihm wenden von ihm wenden sollen. Die Politiker müssten sich vor die Öffentlichkeit stellen und die Umsetzung von Erkenntnissen ankündigen: Verbot von fossil angetriebenen Fortbewegungsmitteln, Wärmepumpen, Begrünung der Städte, ein Ende der Flächenversiegelung, kein Bau von........

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