Viele Eltern in Bayern müssen wohl bald mehr für Kitas zahlen – trotz Milliarden-Förderung
Das politische Ziel war klar: Deutlich mehr Fördergeld vom Freistaat sollte die Defizite in Bayerns Kitas eigentlich finanziell abfedern und die Elternbeiträge zumindest stabil halten. Dafür strich die Söder-Regierung den Eltern Ende 2025 das Familiengeld. Doch nun wird immer klarer: Viele Eltern werden spätestens ab 2027 für einen Kita-Platz wohl deutlich tiefer in die eigene Tasche greifen müssen.
Wie kann das sein? Schließlich beteuert Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU), dass schon in diesem Jahr rund zehn Prozent mehr Betriebskostenförderung vom Freistaat an die Kitas fließen wird - mehr als drei Milliarden Euro. 2029 soll im Vergleich zu 2025 sogar ein Viertel mehr Förder-Geld zur Verfügung stehen. Eine zusätzliche Hilfe, die vor allem zur Entlastung der Kommunen gedacht war.
Denn nach der Aufgabenverteilung in Bayern ist die Kita-Versorgung eigentlich eine kommunale Aufgabe. Vor rund zwanzig Jahren hatten sich Freistaat und Kommunen auf eine jeweils hälftige Finanzierungsbeteiligung geeinigt. In den letzten Jahren hatte der Freistaat seinen Anteil jedoch nach und nach aufgestockt. Wie die Verteilung der Kosten ist, hängt zwar von den tatsächlichen Betriebskosten der........
