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Eine Welt im Umbruch: Antiimperialistische Workshopreihe in Berlin

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05.03.2026

Eine Welt im Umbruch: Antiimperialistische Workshopreihe in Berlin

Ab dem 11. März veranstalten wir im Rosa & Karl in Berlin eine Reihe an Workshops, die sich mit verschiedenen Themen rund um Krieg und Imperialismus auseinandersetzt.

Gerade erst schmilzt in Deutschland der Schnee und der Frühling klopft an. Und doch haben wir in diesem noch sehr jungen Jahr schon zwei kriegerische Überfälle beobachten müssen, die die Welt beschäftigen. Erst überfallen die USA unter Donald Trump Venezuela und entführen gewaltsam den Präsidenten Nicolás Maduro sowie dessen Frau. Dann beginnen Israel und die USA einen imperialistischen Angriffskrieg gegen den Iran, ermorden den obersten iranischen Führer Ayatollah Ali Khamenei, sowie Hunderte von iranischen Zivilist:innen. Währenddessen sind sowohl der Krieg in der Ukraine als auch der genozidale Krieg gegen die palästinensische Bevölkerung in Gaza nicht beendet, und mit einer neuen Stufe der imperialistischen Aggression gegenüber Kuba haben die USA schon ein weiteres Land im Fadenkreuz. 

Palästina, Venezuela, Iran – die schrecklichen Angriffe und die allgemeine Tendenz zu immer mehr Krieg sind kein Zufall. Hinter der zunehmenden imperialistischen Militarisierung steht der Versuch der USA, ihren schwindenden Einfluss in einer sich verändernden Weltordnung zu sichern. Die Eskalation von Konflikten soll auch eine Botschaft senden: Staaten und Völker, die sich der Dominanz Washingtons widersetzen wollen, sollen abgeschreckt werden. Dass die alte liberale, „regelbasierte Weltordnung“ dabei ist sich aufzulösen, führt auch in Deutschland zu Reaktionen, die wir alle zu spüren bekommen. Der Deutsche Staat und seine Kapitalist:innen wollen mitentscheiden, wie die Welt in Zukunft aussehen soll und das Feld nicht Großmächten wie den USA, Russland oder China überlassen. Das ist nämlich das Ziel der Aufrüstung. Nicht „Sicherheit“ oder die vermeintliche Verteidigung „der“ Demokratie, sondern die Durchsetzung deutscher Kapitalinteressen, wenn nötig auch mit Gewalt. 

Immerhin gehen die Imperialisten heute ziemlich offen mit ihren eigentlichen Absichten um: Während Trump sich fast gar keine Mühe gemacht hat zu verheimlichen, dass es bei dem Angriff auf Venezuela um Öl ging, spricht auch Kanzler Merz ganz klar aus, dass es um „Einflusssphären, um Abhängigkeiten und um Gefolgschaft“, um „Rohstoffe, Technologien und Lieferketten“ geht. Um bei diesem Spiel der Großmächte mitzumachen, braucht es die Kraft, die eigenen Interessen auch militärisch durchzusetzen, deshalb muss Deutschland aufrüsten. Für die Jugend bedeutet diese Politik Kürzungen bei Bildung und Sozialem und immer mehr Druck auf Schulen und Universitäten. Irgendwo muss das Geld für die Bundeswehr ja schließlich herkommen. Nicht zuletzt kann sie auch den Zwang bedeuten, selbst in Kriegen kämpfen zu müssen. Dagegen regt sich jedoch auch Widerstand: Tausende Schüler:innen sind bereits gegen die Wehrpflicht auf die Straße gegangen und diskutieren, wie der Protest gegen Militarisierung, Rechtsruck und soziale Angriffe ausgeweitet werden kann.

Diese so extrem wichtigen Kämpfe wollen wir in unserer Workshopreihe aufgreifen und unterstützen: Um nämlich effektiv kämpfen zu können, müssen wir dieses System in seiner Gesamtheit begreifen. Deshalb starten wir ab dem 11. März in Berlin eine Workshopreihe, in der wir gemeinsam Antworten auf die brennenden Fragen unserer Zeit finden wollen. Gemeinsam wollen wir verstehen, warum sich die Weltlage so entwickelt, wie sie es tut. Wir laden dich ein, die Mechanismen hinter Kriegen, Krisen und globaler Ausbeutung gemeinsam zu durchdringen: 

Was bedeutet der Niedergang der US-Hegemonie? Was hat Imperialismus damit zu tun und wie funktioniert er? Wie stehen die Kriege in Iran, Venezuela und Palästina miteinander in Verbindung? Warum führt der Kapitalismus überhaupt ständig zu Krieg und Militarisierung? Wie können wir als Schüler:innen und Studierende international gegen diese Entwicklungen kämpfen? Und warum denken wir, dass wir den Sozialismus brauchen, wenn wir Kriege für immer beenden wollen? 

Diese und viele weitere Fragen wollen wir in unserer Workshopreihe mit euch diskutieren. Dafür sind keinerlei Vorkenntnisse nötig. Unser Workshop ist ein Angebot für alle, die die Welt verstehen wollen, aus der Vereinzelung herauskommen möchten und Lust haben, die Grundlagen für eine revolutionäre Alternative zu diskutieren. Beenden wir die Ohnmacht und nehmen wir unsere Zukunft selbst in die Hand!

Imperialismus verstehen – Sozialismus erkämpfen

Immer mittwochs ab 18 Uhr im Rosa und Karl. Sonnenallee 152, 12059 Berlin.

11.03. 18:00 I Einführung: China, USA, Europa

Wer bestimmt die neue Weltordnung?

18.03. 18:00 I Monopol, Markt und Macht 

Die ökonomischen Grundlagen des Imperialismus

25.03. 18:00 I Warum immer Krieg?

Wie Militarisierung und Kapitalismus zusammenhängen

01.04. 18:00  I Von Lateinamerika bis Palästina 

(Neo-)Kolonialismus und Widerstand

08.04. 18:00 I Permanente Revolution 

Strategie für eine Welt im Umbruch

15.04. 18:00  I Uni. Schule. Widerstand.

Die Rolle der Jugend im Kampf gegen Kolonialismus und Krieg

Vom Schulstreik zum Generalstreik: Gegen Wehrpflicht und Imperialismus! 

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Imperialistische Aggression gegen den Iran: Für einen antimilitaristischen Schulstreik am 5. März

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