Demonstration nach Neonaziangriff mit Machete auf antifaschistische Jugendliche angekündigt
Demonstration nach Neonaziangriff mit Machete auf antifaschistische Jugendliche angekündigt
Wir spiegeln die Pressemitteilung der Internationalen Jugend Berlin, dessen Genossin und ihr Freund von Neonazis in Friedrichshain mit einer Machete angegriffen und schwer verletzt wurden. Solidarität mit den angegriffenen Antifaschist:innen!
In der Nacht auf den 25.03. griffen mehrere Neonazis in Berlin Friedrichshain linke Jugendliche mit einer Machete auf offener Straße an. Beide Jugendliche wurden bei dem Angriff verletzt und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Eine Person erlitt bei dem Angriff schwere Verletzungen. Der Angriff zeigt, wie sich die faschistische Bedrohungslage in Berlin verschärft.
Die beiden Täter beleidigten die Jugendlichen gegen 1:30 Uhr in der Jessnerstraße zunächst verbal und griffen diese danach körperlich an. Sie schlugen eine der Geschädigten mit der flachen Seite einer Machete ins Gesicht. Anschließend schlugen sie der zweiten Geschädigten, die an die Wand gedrängt war, mit der scharfen Seite der Machete auf den Kopf. Als der Täter erneut auf den Kopf zielte, riss die Geschädigte ihre Arme hoch. Sie erlitt einen Schnitt über beide Unterarme, der bis zum Knochen reicht. Während die angegriffenen Jugendlichen sich verletzt in Sicherheit bringen wollten, riefen die Neonazis „Scheiß Punker“ und dreimal „Sieg, Heil“. Aus der benachbarten Kneipe „Supamolly“ kamen mehrere Personen zur Hilfe, sodass die Angreifer daraufhin flohen.
„Während der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei öffentlich von Linken als „Krebsgeschwür“ und einer ignorierten Gefahr von Links spricht, schlagen wenige Stunden später mitten in Berlin Faschisten mit Macheten auf Jugendliche ein.“ so Leonie Mirkos von der Internationalen Jugend Berlin.
Faschistische Angriffe in Berlin sind keine Neuheit. Immer wieder haben in den vergangenen Jahren organisierte Faschisten vor allem jugendliche Antifaschist:innen gezielt angegriffen und überfallen. Das zeigen Vorfälle wie der faschistische Überfall auf linke Demonstrant:innen am Bahnhof Ostkreuz 2024 oder auf den Jugendpolitiker der Linkspartei Lasko Schleunung 2025.
Der aktuelle Angriff zeigt dabei, dass das faschistische Gewaltpotenzial weiter steigt und die Faschisten auch vor lebensbedrohliche Angriffen nicht halt machen. Leonie Mirkos dazu: „Seit Jahren trainieren Faschisten öffentlich in Berlin Angriffe auf Linke und Migrant:innen. Die AfD schafft zudem eine gesellschaftliche Stimmung in der die faschistische Bewegung weiter wachsen kann. Wir wissen das Politik und Polizei uns nicht vor diesen schützen. Nur das Zusammenstehen als Antifaschist:innen kann solche Angriffe in Zukunft verhindern und den Faschisten ihre Bewegungsräume nehmen!“
Um Solidarität mit den Betroffenen und Widerstand gegen die faschistische Bedrohung zu zeigen ruft die Föderation Klassenkämpferischer Organisationen mit weiteren Organisationen am Samstag den 05.04. um 16 Uhr zu einer Demonstration am U-Bahnhof Frankfurter Tor auf.
Kontakt für Rückfragen: berlin@internationale-jugend.de
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